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In Afrika haben Menschen mit Albinismus seit Jahrhunderten mit sowohl negativen als auch positiv besetzen Aberglauben und Vorurteilen zu kämpfen. Als negativ sind sowohl Unterstellungen hinsichtlich der Eltern des Betroffenen zu nennen, die Mutter oder beide Eltern hätten sich etwas vor oder während der Schwangerschaft zu Schulden kommen lassen, die Mutter sei von einem Blitz getroffen worden, die Mutter habe einen anderen Mann als den Vater "erkannt" (mit ihm verkehrt). Hinsichtlich des Albinisten selber wurden ihm übersinnliche, aber auch hexenartige und böse Kräfte unterstellt.
Es ist sogar so, daß die schlimmen Geschehnisse jetzt in Tanzania und Burundi auf einen eigentlich positiv besetzten Aberglauben zurückgehen, nämlich den, dass Albinismus für Reichtum, Wohlhabenheit und Erfolg im Leben steht und hellhäutige Schwarze bevorzugt von den Göttern seien. Daher werden zur Zeit - grauenvolles Geschehen im 21. Jahrhundert - Menschen mit Albinismus gesucht und ermordet, oder auch verstümmelt, da man glaubt, durch den Besitz von Körperteilen eines Albinisten ebenfalls in den Genuss der Bevorzugung und von Reichtum zu kommen. Die Körperteile werden zu zum Teil hohen Preisen verkauft und es hat sich leider Gottes bereits eine gewisse Handelsbasis dort eingestellt.
Die Regierungen wissen von den Problemen und manche Albinisten bekommen sogar Polizeischutz auf ihren Alltagswegen.
Was haben wir ein Glück / Geschenk Gottes, in diesem Teil der Welt zu leben.
Prof. Dr. Barbara Käsmann
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